speiseöle im vergleich wie gesund ist hanföl

Speiseöle im Vergleich: Wie gesund ist Hanföl? Hanföl, Leinöl, Olivenöl und Walnussöl – allen vier gelten als gesund. Doch was ist dran und worauf muss man beim Verzehr achten.

Speiseöle in der Küche: Hanföl, Leinöl, Olivenöl und Walnussöl

Ich koche leidenschaftlich gerne und achte dabei auf schmackhafte, aber auch gesunde Gerichte. Besonders zur Herbstzeit, wenn die Tage kürzer werden und alles um mich herum hustet und schnieft, versuche ich meine Gesundheit über die Ernährung zu stärken. Als ich letztens einen gemischten Salat mit Granatapfelkernen ausprobierte, viel mein Blick in den Vorratsschrank: im Laufe der letzten Wochen hatte sich neben dem Olivenöl und dem Walnussöl, noch eine Flasche Leinöl sowie Hanföl hinzugesellt. Alle vier überzeugen mich geschmacklich. Von fruchig-robust über nussig-mild ist bei den Speiseölen dabei, um einem einfachen Gericht den letzten Schliff zu geben. Doch welches der Öle punktet unter gesundheitlichen Aspekten? Der Frage bin ich nachgegangen!

Speiseöle im Vergleich: Wie gesund ist Hanföl?

Während Olivenöl bei fast allen wohl zur Standardausstattung einer guten Küche gehört, kommen Leinöl und Walnussöl eher bei gesundheitsbewussten Feinschmeckern auf den Teller. Hanföl ist aber bisher in den wenigsten Haushalten zu finden. Liegt es an dem schlechten Image der Hanfpflanze, aus dessen Samen das Öl gewonnen wird, oder daran, dass Hanföl erst seit kurzem in den Regalen von Supermärkten und Drogeriemärkten zu finden ist?

Wer regelmäßig in den Lebensmittelabteilungen großer Drogerieketten vorbeischaut, der hat sicher schon gemerkt, dass immer mehr hanfhaltige Produkte auf den Markt kommen. Auf unserem Blog haben wir einige Produkte bei Rossmann und dm-Drogerie für euch getestet und verlinkt. Auch das mild-nussige Hanföl ist in gut sortierten Läden in den Regalen zu finden. Hanfsamenöl lässt damit hoffentlich bald sein Dasein als Nischenprodukt hinter sich und feiert sein Comeback. Denn wusstet ihr, dass Hanf eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt ist? Bereits im alten Ägypten und in China nutzte man das gesundheitsfördernde Potenzial der Hanfsamen. Mit dem hohen Anteil an Einweiß (31 g auf 100 g) sind sie ideal für eine Low Carb-betonte Ernährung.

Hanfsamen und das daraus gewonnene Hanföl werden aber nicht nur wegen der enthaltenen Proteine geschätzt, sondern vor allem wegen des für den Menschen günstigen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren-Gehalts.

Speiseöle im Vergleich: Hanföl, Leinöl, Olivenöl und Walnussöl

Speiseöl Omega-6- zu Omega-3-Verhältnis
Leinöl 1:3
Rapsöl 2:1
Hanföl 3:1
Walnussöl 4:1
Olivenöl 10:1
Sonnenblumenöl 120:1

Wie man der Tabelle der häufig genutzten Speiseöl entnehmen kann, hat Hanföl eine Zusammensetzung von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren von 3:1. Das bedeutet, dass drei Teile Omega-6-Fettsäuren auf einen Teil Omega-3-Fettsäuren kommen. Für den menschlichen Körper gilt 3:1 als das optimale Verhältnis zwischen den Fettsäuren. Bei dem Omega-Fettsäurenvergleich ist Hanföl also ungeschlagener Sieger. Auch das herbnussige Walnussöl mit einem Verhältnis von 4:1 ist nahe am optimalen Wert sowie Rapsöl mit einem 2:1 Verhältnis. Das als sehr gesund geltende Leinöl hat hingegen kein optimales Omega-6- zu Omega-3-Fettsäureverhältnis.

Einen hohen Überschuss an Omega-6-Fettsäure (Linolsäure) weisen Olivenöl oder Sonnenblumenöl auf. Dies führt zu Problemen: Im Körper kann Linolsäure zu entzündungsfördernder Arachidonsäure umgewandelt werden. Arachidonsäure fördert die Entstehung sämtlicher Erkrankungen, die mit chronisch entzündlichen Prozessen in Verbindung stehen, beispielsweise Multiple Sklerose, Diabetes oder Arthritis, um nur einige zu nennen. Leidet man bereits unter einer chronisch entzündlichen Erkrankung sollte man auf Speiseöle, wie Hanföl, mit einem niedrigen Omega-6-Fettsäuregehalt zurückgreifen.

Hanföl für ein Omega-Fettsäurengleichgewicht

Um ein Ungleichgewicht an Omega-Fettsäuren auszugleichen, können wir mit der Ernährung darauf achten, Lebensmittel mit einem ausgewogenem Verhältnis zu uns zu nehmen. Hanfsamen oder Hanfsamenöl (auch Hanföl genannt) lässt sich leicht in die tägliche Ernährung einbinden, wie wir in einem der letzten Beiträge gezeigt haben. In Kombination mit Leinsamen, Chiasamen oder Walnüssen geben ein paar Hanfsamen oder ein Teelöffel Hanföl eurem Overnight Oat nicht nur geschmacklich das gewisse etwas, sondern versorgen euch mit viel Omega-6- und Omega-3!

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